Samstag, 26.10.2024 und Montag 28.10.2024, Salamanca die Altstadt
Die nächsten 4 Seiten enthalten überwiegend Bilder von unserem zweitägigen Stadtrundgang durch die Altstadt. Einige wenige Fotos wurden im Viertel (Barrio) San Christóbal - Las Claras sowie in der Neustadt östlich und nördlich der Altstadt aufgenommen. Innenaufnahmen der alten und neuen Kathedrale, Nachtaufnahmen und Bilder der beiden bestiegenen Türme sind auf separaten Seiten abgelegt.
Um sechs Uhr klingelt der Wecker, natürlich ist es noch dunkel und wir würden gerne noch eine Weile liegen bleiben, aber die Stadt ruft. Die Scheiben sind, wie schon die ganzen letzten Tage wieder angelaufen und wir haben Mühe, das ganze Schwitzwasser mit der Küchenrolle einzufangen. Gegen 06:30 Uhr verlassen wir den Stellplatz in Castrillo de la Guareña in Richtung Autobahn. Die Autobahn ist fast leer und so brauchen wir lediglich 45 Minuten, bis wir in Salamanca sind. Die Autovia A-66 (Ruta de la Plata) umrundet die Stadt auf der Westseite und erreicht schließlich einen großen Kreisel, an dem wir auf die südliche Ringstraße von Salamanca (Ronda sur de Salamanca) bzw. die Avenida Consejo Salamanca abfahren. Zwei Kreisel weiter geht es auf die Calle Salamanca, in der sich der Stellplatz befindet. Und schon steht unser Wägelchen.
Der kostenlose Stellplatz Área de Autocaravanas de Carbajosa in der Calle Salamanca im Süden der Stadt (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Nach all dem Regen können wir uns gar nicht sattsehen an diesem schönen Morgenrot.
Der Schwarzwassereinlauf sieht nicht so richtig einladend aus, aber für einen kostenlosen Platz gibt es hier nichts zu meckern. Mit uns
nächtigen an allen 4 Tagen etwa 10 Camper. Wir sind also nie alleine, was uns immer ganz gut gefällt, solange wir die Tür vom Wohnmobil unbedrängt öffnen können.
Die Stellplatzfläche ist betoniert, Grau- und Schwarzwasser werden in einer Ecke des Platzes entsorgt, Trinkwasser bekommt man auf Nachfrage kostenlos an der Repsoltankstelle. Das haben wir auch ausprobiert. Der Abfluss des Grauwassers ist zugewachsen, wie man hier sieht. Es dauert ein wenig, bis das Wasser vollständig abgelaufen ist, aber es funktioniert.
Schräg gegenüber des Stellplatzes sehen wir erneut eine Tanke, die den Diesel für 1,24 € anbietet. Wir frühstücken jetzt erst einmal und
gehen dann gegen 09:30 Uhr zur Bushaltestelle. Nachtrag: Offensichtlich wurde der Steuersatz für Diesel Anfang 2025 deutlich erhöht, somit dürfte der Preis inzwischen mindestens
bei 1,35 € liegen. Umso wichtiger ist es, diese kostengünstigen Tankgelegenheiten zu nutzen, die wir mit etwas Geduld fast im ganzen Land gefunden
haben.
Noch ein Tipp für die Rückfahrt. Steigt an der Endhaltestelle, wo ihr den Bus in der Gran Via verlasst, auch wieder ein. Wir haben am ersten Tag versucht unterwegs irgendwo einzusteigen, sind aber grandios gescheitert und dann zu Fuß nach Hause gelaufen. Oder merkt euch auf der Rückfahrt, wo der Bus ansonsten hält. Die Haltestellen sind teilweise schlecht ausgeschildert. Achtet auch darauf, dass ihr euch in die richtige Warteschlange für den Bus einreiht. Die Spanier halten es da wie die Briten und finden es nicht lustig, wenn ihr vordrängelt.
Der rote Punkt oben markiert unsere Haltestelle. Mit dem Bus kann man bis zur Endhaltestelle in der Gran Via fahren, dann ist man mitten in der Altstadt unweit der Markthalle und der Plaza Mayor. Der Bus hatte fast jeden Tag 10 bis 15 Minuten Verspätung, das scheint hier normal zu sein, man sollte sich also nicht wundern, wenn es etwas länger dauert, bis der kommt.
Direkt an der Endstation des Busses sehen wir eine ganze Reihe von Szenekneipen.
In die eine oder andere hätten wir natürlich gerne mal reingeschaut.
Aber am Morgen sind die natürlich geschlossen, wer weiß schon, wann die nachts schließen.
Von der Bushaltestelle sind es nur wenige Hundert Meter bis zur Markthalle und der Plaza Mayor.
Die müssen wir uns natürlich gleich einmal von innen ansehen.
Von außen ist die Halle ganz schön und auch die Gestaltung der bunten Fenster ist gelungen. Aber in Madeira wird Markt zelebriert, da erlebt man ein Fest der Formen und Farben, hier macht sich dagegen, wie schon in San Sebastián wieder eine gewisse Zweckmäßigkeit breit.
Trotzdem sehen wir schon eine Steigerung. Vielleicht gibt es ja ein Nord-Süd-Gefälle? Das alles tut den Waren natürlich keinen Abbruch, die sehen alle sehr frisch und lecker aus. Also ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.
Das Edificio de Domingo Borrego ist ein modernistischer Bau und liegt in der Calle Pozo Amarillo an der Plaza del Mercado. Ein hübscher Wintergarten mitten in der Stadt.
Gleich gegenüber der Markthalle liegt auch die Plaza Mayor. Hier bekommen wir an der Touristeninformation einen Stadtplan, der uns das Leben deutlich erleichtert.
Dort findet heute eine Veranstaltung der lokalen Polizei statt. Insofern sehen wir den Platz erst einmal nicht in seiner üblichen Beschaffenheit, aber wir sind ja noch einige Tage da.
Diese beiden Herren, es sind wohl die Architekten Churriguera und Andrés García de Quiñones, nahmen so maßgeblich Einfluss auf die Errichtung und Ausgestaltung der heutigen Plaza Mayor, dass man ihnen hierfür ein Denkmal errichtet hat. Wäre schön, wenn man auch einen Platz für ein Denkmal der hier tätigen
Handwerker und Bauarbeiter gefunden hätte. Und vielleicht einen für deren Frauen, die die Butterbrote geschmiert und die Kinder großgezogen haben. Da gäbe es bestimmt verdutzte Gesichter.